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Arbeitsblatt · Klasse 7/8 · BP 2016, 3.2.1

Plattentektonik live

Plattentektonik und Naturrisiken

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Arbeitsauftrag am Werkzeug

Stelle im Werkzeug den Zeitraum auf 7 Tage und die Mindest-Magnitude auf 4,5. Zähle die Beben in den drei Regionen der Tabelle.

Das kann ich danach

  • Ich kann auf einer Karte erkennen, wo sich Erdbeben häufen.
  • Ich kann den Zusammenhang zwischen Erdbeben und Plattengrenzen beschreiben.
  • Ich kann erklären, warum es in Deutschland selten starke Beben gibt.

Meine Vermutung

Wenn du alle Erdbeben der letzten Woche auf die Weltkarte setzt: Wie sind sie deiner Vermutung nach verteilt?

  • A) Gleichmäßig über die ganze Erde
  • B) In Linien und Bändern
  • C) Nur in den Bergen

Aufgaben

Die Aufgaben steigen in drei Stufen an: Ein Merkmal kennen → Mehrere Schritte verbinden → Zusammenhänge begründen.

  1. 1

    Beschreibe wie die Erdbeben auf der Weltkarte verteilt sind. Wo häufen sie sich, wo gibt es fast keine?Ein Merkmal kennen

  2. 2

    Ordne zu Nenne zu jeder Region in der Tabelle den Typ der Plattengrenze (auseinander, aufeinander zu, aneinander vorbei) mithilfe der Plattengrenzen-Ebene.Mehrere Schritte verbinden

  3. 3

    Erkläre warum Erdbeben vor allem an Plattengrenzen entstehen und nicht in der Mitte der Platten.Zusammenhänge begründen

  4. 4

    Beurteile die Aussage: „In Deutschland braucht man keine erdbebensicheren Häuser.“ Nutze die Karte und ein Gegenbeispiel aus Europa.Zusammenhänge begründen

6

Trage ein: Beben der letzten 7 Tage ab M 4,5

RegionAnzahl BebenStärkstes Beben (M)Typ der Plattengrenze
Japan
Island / Mittelatlantik
Kalifornien
7

Schnellcheck. Kreuze die richtige Antwort an.

  1. 1. Schau dir im Werkzeug die Karte mit den aktuellen Erdbeben an. Wo häufen sich die Erdbebenpunkte besonders?

    • A) Entlang der Plattengrenzen (gestrichelte Linien)
    • B) Gleichmäßig verteilt über alle Kontinente
    • C) Nur in der Mitte der Ozeane
    • D) Ausschließlich in Europa und Nordamerika
  2. 2. In welchem Ozean liegt der sogenannte "Pazifische Feuerring" (Ring of Fire)?

    • A) Im Pazifischen Ozean
    • B) Im Atlantischen Ozean
    • C) Im Indischen Ozean
    • D) Im Arktischen Ozean
  3. 3. Was passiert an einer Subduktionszone?

    • A) Eine schwerere ozeanische Platte taucht unter eine leichtere kontinentale Platte ab
    • B) Zwei Platten entfernen sich voneinander und neues Gestein entsteht
    • C) Zwei Platten gleiten seitlich aneinander vorbei
    • D) Zwei kontinentale Platten verschmelzen zu einer
  4. 4. Stelle im Werkzeug den Zeitraum "7 Tage" ein und setze die Mindest-Magnitude auf 5,0. Was beobachtest du?

    • A) Starke Erdbeben kommen deutlich seltener vor als schwache
    • B) Starke Erdbeben sind genauso häufig wie schwache
    • C) Es gibt mehr starke als schwache Erdbeben
    • D) Starke Erdbeben treten nur in Europa auf
  5. 5. Warum treten Vulkane und Erdbeben oft in denselben Regionen auf?

    • A) Weil beide Phänomene durch die Bewegung der Lithosphärenplatten verursacht werden
    • B) Weil Vulkane durch Erdbeben ausgelöst werden
    • C) Weil beide nur in heißen Klimazonen vorkommen
    • D) Weil das Magma Erdbeben verhindert

In eigenen Worten

Erkläre in eigenen Worten, warum Erdbeben vor allem an Plattengrenzen entstehen.

Japan und Deutschland haben sehr unterschiedliche Bauvorschriften für Häuser. Begründe das mit dem, was du im Werkzeug gesehen hast.

Hilfe

Tipp zu Aufgabe 3: Stell dir zwei Bücher vor, die du gegeneinander schiebst. Wo passiert etwas – an den Kanten oder in der Mitte?

Zusatzaufgabe

Finde das tiefste Beben der Woche (Tiefe in km). Erkläre mit dem Grenztyp, warum es so tief liegen kann.

Geographie interaktiv, Version 2026-09-04 · https://geo-interaktiv.de/tools/plattentektonik-live

Lösungsblatt · Plattentektonik live

Für die Lehrkraft

Lernziel: Zusammenhang von Plattengrenzen, Erdbeben und Vulkanismus an aktuellen Daten erkennen.

Zeitbedarf mit Werkzeug: etwa 30 Minuten · BP 2016, 3.2.1

Meine Vermutung

Die Beben liegen in schmalen Bändern, und diese Bänder sind die Grenzen der Erdplatten. Die Karte der Beben ist damit zugleich eine Karte der Platten, ohne dass jemand die Grenzen einzeichnen müsste.

Erwartungshorizont

  1. 1

    Beschreibe (Ein Merkmal kennen)Bänder entlang des Pazifikrands, Mittelmeer–Himalaya, mittelozeanische Rücken; kaum Beben im Inneren von Kontinenten wie Kanada, Brasilien, Russland.

  2. 2

    Ordne zu (Mehrere Schritte verbinden)Japan: aufeinander zu (Subduktion); Island/Atlantik: auseinander; Kalifornien: aneinander vorbei (Transform).

  3. 3

    Erkläre (Zusammenhänge begründen)Platten bewegen sich; an den Grenzen verhaken sie sich, Spannung baut sich auf und entlädt sich ruckartig; im Inneren wirken kaum solche Kräfte.

  4. 4

    Beurteile (Zusammenhänge begründen)Deutschland liegt fern von Grenzen (geringe Gefährdung, Ausnahme Oberrheingraben); Italien/Griechenland an der Grenze Afrika–Eurasien mit starken Beben; Aussage im Kern richtig, aber nicht absolut.

  5. 6

    Tabelle: Werte aus dem Werkzeug; Vollständigkeit und Einheiten zählen, nicht die letzte Stelle.

Differenzierung und Hinweise

Die Zahlen in der Tabelle ändern sich täglich; das ist gewollt und Anlass für die Frage, warum Muster stabil bleiben, obwohl Werte schwanken.

Zu den Reflexionsfragen

Offene Antworten. Für die SOLO-Einordnung: Ein Merkmal nennen entspricht unistrukturell, mehrere Merkmale verbinden multistrukturell, einen Zusammenhang begründen relational.

Schnellcheck: Lösungen

  1. 1. A) Entlang der Plattengrenzen (gestrichelte Linien)Erdbeben entstehen fast immer dort, wo zwei Lithosphärenplatten aufeinanderstoßen oder sich voneinander entfernen. Die Häufung entlang der Plattengrenzen zeigt diesen direkten Zusammenhang.
  2. 2. A) Im Pazifischen OzeanDer Pazifische Feuerring ist ein Bereich rund um den Pazifik, in dem etwa 80 Prozent aller Erdbeben und viele Vulkane vorkommen. Dort treffen zahlreiche Lithosphärenplatten aufeinander.
  3. 3. A) Eine schwerere ozeanische Platte taucht unter eine leichtere kontinentale Platte abAn Subduktionszonen taucht die dichtere ozeanische Platte unter die kontinentale Platte ab. Dabei entstehen Tiefseegräben, Gebirge, Vulkane und häufige, starke Erdbeben.
  4. 4. A) Starke Erdbeben kommen deutlich seltener vor als schwacheSchwache Erdbeben (kleine Magnitude) kommen täglich tausendfach vor, während starke Erdbeben (ab Magnitude 5,0) viel seltener sind. Diese Gesetzmäßigkeit gilt weltweit.
  5. 5. A) Weil beide Phänomene durch die Bewegung der Lithosphärenplatten verursacht werdenAn Plattengrenzen bewegen sich die Lithosphärenplatten gegeneinander. Diese Bewegungen verursachen sowohl Erdbeben (durch Spannungen im Gestein) als auch Vulkanismus (durch aufsteigendes Magma).
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