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Arbeitsblatt · Klasse 7/8 · BP 2016, 3.2.2

Gletscher-Explorer

Klimawandel und Hochgebirge

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Arbeitsauftrag am Werkzeug

Wähle im Werkzeug den Aletschgletscher. Vergleiche die Aufnahmen 2002, 2012 und 2023 und beschreibe die Gletscherzunge in der Tabelle.

Das kann ich danach

  • Ich kann auf Satellitenbildern die Ausdehnung eines Gletschers erkennen.
  • Ich kann die Veränderung über mehrere Jahre beschreiben.
  • Ich kann die Massenbilanz als Maß für Zuwachs oder Verlust deuten.

Meine Vermutung

Wie viel von seiner Fläche hat ein Alpengletscher deiner Vermutung nach seit dem Jahr 2000 verloren?

  • A) Kaum etwas, unter 5 %
  • B) Etwa ein Zehntel
  • C) Ein Viertel oder mehr

Aufgaben

Die Aufgaben steigen in drei Stufen an: Ein Merkmal kennen → Mehrere Schritte verbinden → Zusammenhänge begründen.

  1. 1

    Beschreibe wie sich die Gletscherzunge des Aletschgletschers zwischen 2002 und 2023 verändert hat.Ein Merkmal kennen

  2. 2

    Vergleiche zwei Gletscher aus dem Werkzeug. Welcher hat stärker verloren? Nutze die Massenbilanz als Beleg.Mehrere Schritte verbinden

  3. 3

    Erkläre was eine negative Massenbilanz bedeutet und warum ein einzelner schneereicher Winter den Trend nicht umkehrt.Zusammenhänge begründen

  4. 4

    Beurteile welche Folgen der Gletscherrückgang für Menschen im Tal hat. Nenne zwei Folgen und begründe eine davon.Zusammenhänge begründen

6

Trage ein: Aletschgletscher in drei Aufnahmen

JahrLage der Gletscherzunge (Beschreibung)Auffälligkeiten (Schutt, Seen, Fels)
2002
2012
2023
7

Schnellcheck. Kreuze die richtige Antwort an.

  1. 1. Ziehe den Jahres-Regler im Werkzeug von 2002 bis 2023. Was passiert mit der Gletscherfläche?

    • A) Die helle Eisfläche wird von Jahr zu Jahr kleiner.
    • B) Die Eisfläche bleibt gleich groß.
    • C) Die Eisfläche wird größer, weil es mehr schneit.
    • D) Der Gletscher verschwindet sofort im ersten Jahr.
  2. 2. Warum schmelzen Gebirgsgletscher seit Jahrzehnten?

    • A) Die Durchschnittstemperaturen steigen durch den Klimawandel.
    • B) Es regnet mehr, deshalb fließt das Eis ab.
    • C) Gletscher schmelzen nur im Sommer und wachsen im Winter wieder komplett nach.
    • D) Der Wind trägt das Eis ins Tal.
  3. 3. Was bedeutet eine negative kumulierte Massenbilanz in der Grafik?

    • A) Die Gletscher haben mehr Eis verloren als neu dazubekommen.
    • B) Die Gletscher sind schwerer geworden.
    • C) Es hat mehr geschneit als je zuvor.
    • D) Die Messung ist fehlerhaft.
  4. 4. Warum sind Gletscher für die Trinkwasserversorgung im Sommer wichtig?

    • A) Sie geben im Sommer gespeichertes Schmelzwasser an Flüsse ab.
    • B) Sie filtern das Regenwasser und machen es sauber.
    • C) Sie verhindern, dass Flüsse austrocknen, indem sie Regen aufhalten.
    • D) Gletscherwasser wird direkt in Stauseen gepumpt.
  5. 5. Warum nennt man Gletscher „Klimazeugen“?

    • A) Ihr Rückgang zeigt sichtbar, dass sich das Klima erwärmt.
    • B) Sie messen die Lufttemperatur mit eingebauten Sensoren.
    • C) Sie berichten über das Wetter in Zeitungen.
    • D) Nur Wissenschaftler können Gletscher als Beweise nutzen.

In eigenen Worten

Erkläre in zwei Sätzen, was eine negative Massenbilanz für einen Gletscher bedeutet.

Welche Folgen hat der Gletscherrückgang für Menschen, die weit entfernt im Tal leben? Nenne zwei.

Hilfe

Tipp zu Aufgabe 3: Massenbilanz = Zuwachs (Schnee) minus Verlust (Schmelze) in einem Jahr. Negativ heißt: Der Gletscher wird kleiner.

Zusatzaufgabe

Schätze anhand der Bilder, um wie viel Prozent die sichtbare Eisfläche zwischen 2002 und 2023 geschrumpft ist. Erkläre, wie du geschätzt hast.

Geographie interaktiv, Version 2026-09-04 · https://geo-interaktiv.de/tools/gletscher-explorer

Lösungsblatt · Gletscher-Explorer

Für die Lehrkraft

Lernziel: Gletscherrückgang als Folge des Klimawandels anhand von Bildreihen beschreiben.

Zeitbedarf mit Werkzeug: etwa 25 Minuten · BP 2016, 3.2.2

Meine Vermutung

Viele Alpengletscher haben seit 2000 ein Viertel bis ein Drittel ihrer Fläche verloren, in einzelnen Jahren wie 2022 mehrere Prozent auf einmal. Die Massenbilanz ist seit Jahrzehnten fast durchgehend negativ.

Erwartungshorizont

  1. 1

    Beschreibe (Ein Merkmal kennen)Zunge zieht sich talaufwärts zurück, wird schmaler und dunkler (Schutt), Eisfläche schrumpft.

  2. 2

    Vergleiche (Mehrere Schritte verbinden)Beide negativ; Vergleich über kumulierte Massenbilanz mit Zahlen; plausible Begründung (Höhenlage, Größe).

  3. 3

    Erkläre (Zusammenhänge begründen)Mehr Abschmelzen als Zuwachs pro Jahr; Trend über Jahrzehnte; ein Winter gleicht die Summe vieler Verlustjahre nicht aus.

  4. 4

    Beurteile (Zusammenhänge begründen)Wasserversorgung/Landwirtschaft, Tourismus, Gefahren (Gletscherseen, Steinschlag); Begründung mit Zusammenhang Speicher–Sommerabfluss.

  5. 6

    Tabelle: Werte aus dem Werkzeug; Vollständigkeit und Einheiten zählen, nicht die letzte Stelle.

Differenzierung und Hinweise

Die Satellitenbilder (MODIS) zeigen Spätsommer; auf Wolken oder Neuschnee als Fehlerquelle hinweisen.

Zu den Reflexionsfragen

Offene Antworten. Für die SOLO-Einordnung: Ein Merkmal nennen entspricht unistrukturell, mehrere Merkmale verbinden multistrukturell, einen Zusammenhang begründen relational.

Schnellcheck: Lösungen

  1. 1. A) Die helle Eisfläche wird von Jahr zu Jahr kleiner.Zwischen 2002 und 2023 ist die Gletscherzunge deutlich kleiner geworden, was auch die sinkende Kurve der Massenbilanz zeigt.
  2. 2. A) Die Durchschnittstemperaturen steigen durch den Klimawandel.Steigende Temperaturen durch den vom Menschen verstärkten Treibhauseffekt lassen im Sommer mehr Eis schmelzen, als im Winter durch Schnee nachwächst.
  3. 3. A) Die Gletscher haben mehr Eis verloren als neu dazubekommen.Eine negative Massenbilanz bedeutet, dass der Gletscher insgesamt mehr Eis verloren als neu hinzugewonnen hat.
  4. 4. A) Sie geben im Sommer gespeichertes Schmelzwasser an Flüsse ab.Gletscher wirken als natürliche Wasserspeicher und geben im regenarmen Sommer gespeichertes Schmelzwasser an Flüsse ab.
  5. 5. A) Ihr Rückgang zeigt sichtbar, dass sich das Klima erwärmt.Der sichtbare Rückgang der Gletscherzunge auf Satellitenbildern macht den Klimawandel für jeden direkt beobachtbar.
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